Mein Name sei Gantenbein von Max Frisch

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Max Frisch führt in Mein Name sei Gantenbein die Brüchigkeit menschlicher Identität vor. Das geht so weit, dass er seine Figuren immer wieder neu erfindet. Der Erzähler selbst tritt in das Geschehen ein, überlegt sich, welche Rolle er annehmen will, und spielt mit der Identität der anderen Personen. Erzählung und Erzähler, Geschichte und Wirklichkeit, wahres und falsches Ich fließen auf verwirrende Art ineinander. Nur die Hauptperson, Gantenbein, bekommt über die Zeit ein greifbares, verfestigtes Ich. Gantenbein gibt vor blind zu sein und freundet sich immer mehr mit dieser Rolle an. Denn plötzlich ändern sich alle seine sozialen Beziehungen: Hinter seiner Blindenbrille kann er die Menschen beobachten, ohne dass sie sich beobachtet fühlen. Sie mögen ihn, weil sie seinen urteilenden Blick nicht zu fürchten haben, und fangen an, sich zu enttarnen. Das Spiel mit den Identitäten gewährt einen entlarvenden Einblick in die moderne Gesellschaft. Die Menschen versuchen, sich selbst und ihre Geschichte als sinnvolles Kontinuum zu erleben und zu erzählen. Beim Erzählen aber, so die Kernaussage, erfindet sich der Mensch erst, mag die Realität auch ganz anders aussehen als deren Rekonstruierung.

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Beschreibung

Suhrkamp Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 1975, 287 S., Softcover, Sprache: Deutsch, Zustand: Gut, 18x11x2cm, 180gr., ISBN 3-518-36786-2

Zusätzliche Information

Gewicht0,18 kg
Maße18 × 11 × 2 cm

Produktanfrage Mein Name sei Gantenbein von Max Frisch


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