Lydia Reichberg

Lydia Reichberg
Portraitfoto von Lydia Reichberg: Die Malerin und Kunstpädagogin sitzt im Atelier zwischen ihren Werken – einem Landschaftsbild, einer Skulptur und einer Vase.
Botschafterin der Gefühle

Es beginnt mit einer Frage. „Was ist dunkler, der Kürbis oder sein Schatten?“ Wer bei Lydia Reichberg malen lernt, wird nicht belehrt – man wird zum Hinsehen eingeladen. Die Künstlerin und Kunstpädagogin hat an der Universität für Bildende Kunst in St. Petersburg studiert, jener traditionsreichen Schule, in der Zeichnen als „Sehen lernen“ verstanden wird. Ihre eigenen Bilder – Blumen, Früchte, Landschaften, vieles in leuchtender Ölpastelltechnik – beschreibt sie als „belebte Botschaften meiner Gefühle und Gedanken“. Eine ihrer Bleistiftzeichnungen trägt den Titel „Jeder Tag ist 24 Stunden Freiheit“; eine Zeile, die nicht zufällig klingt wie ein Versprechen an alle, die im Malen eine Auszeit suchen. Lydia Reichberg gründete 2006 ihre eigene Kunstschule und begleitete fast zwanzig Jahre lang Kinder, Jugendliche und Erwachsene – von der ersten Schraffur bis zur fertigen Bewerbungsmappe für die Kunstakademie; eine ihrer Schülerinnen studiert heute in Kassel. Mit Kindern aus der Landeserstaufnahmestelle malte sie, weil Bilder Sprachbarrieren überwinden, und stellte mit ihren Schülern bei Festen und im Rathaus aus. In Heidenreichstein setzt sie diese Arbeit nun im Rahmen von Waldviertel Exklusiv fort – und bleibt dabei ihrer Überzeugung treu: Kunst beginnt damit, „sensibel zu machen für die kleinen Dinge“.

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